Day 0: Alles Routine?

Wohl kaum, geht es doch das Erste Mal zu Weihnachten ausser Landes. Und das wo daheim keine Weihnachtsstimmung aufkommt, weil zu warm und kein Schnee.

Vorbereitungen für die Reise laufen seit über einem Jahr, gepackt wurde aber erst auf den letzten Drücker. So kam ich erst nach 23Uhr ins Bett, Wecker sollte kurz nach 5Uhr klingeln, damit genügend Zeit blieb alles ins Auto zu packen und Puffer falls auf der Strecke Verzögerungen auftreten.

Die Nacht wurde noch kürzer als geplant. Gegen 3Uhr erwachte ich aus einem idiotischen Traum und fand dann keinen Schlaf mehr. Ich versuchte es eine gute Stunde bis ich dann doch entnervt aufstand, noch die Waschsachen in aller Seelenruhe zusammensuchte, mich fragte wie die Taschen, die noch im Flur standen ins Auto zu den anderen passen sollten, vorallem weil dann noch die Bettdecke obendrauf thronte. Drei Gänge zum Auto, irgendwie alles reinstopfen und um halb 6 ging es los in den Weihnachts- und Silvesterurlaub.
Für eine Stunde. Dann forderte der Körper die fehlenden Stunden Schlaf ein. Eine halbe Stunde gönnte ich ihm. Auf den Fahrersitz in Sofadecke (ja, auch die musste mit) gekuschelt und weggeratzt bis mich zum Glück der Handywecker aus den zweiten idiotischen Traum dieser Nacht errettete.

Bis zum Frühstück reichte das Powernapping gerade so. Im Fleischereiimbiss wurden Brötchen verzerrt und dann im Supermarkt ein paar fehlende Kleinigkeiten besorgt sowie ein Becher Espresso Macchiato mit den Gegenwert von 3 Espressi. Das war bitternötig. Beim Warten an der Kasse schlief ich fast im Stehen ein.

Die Wirkung des Koffeins setzte langsam ein. Als ich dann aber in Ijmuiden zum Tanken hielt traf mich der Koffeinrausch mit voller Wucht. Total zittrige Hände und dazu ein dicker, weil übermüdeter, Schädel. Unschöne Kombination.
Die Zeiten des Schnäppchentankens in Bezug auf Diesel sind in den Niederlanden auch vorbei. Grade mal 2 Cent weniger als in Deutschland.

Total aufgeputscht hiess es dann auf den Checkin warten. Die Startzeit dafür in der Anzeige im Terminal entsprach der Schlusszeit, die bei mir auf dem Ticket stand. Also Zeit totschlagen.