20. Juni - Leisure Day

Wenn die Rollos unten sind, dann kann man auch ausschlafen. Erst wenige Minuten vor 7Uhr treibt es mich aus dem Schlafsack, kurz bevor Jim mich hätte wecken können, der in die Küche kommt, die nur durch eine Tür getrennt ist, um mit den Frühstücksvorbereitungen zu beginnen.

Im Esszimmer waren die Rollos ebenfalls unten. Als sie hochgelassen werden, werd ich vom Licht fast erschlagen. Draussen herrscht strahlender Sonnenschein und die Spiegelung auf der Wasseroberfläche tut ihr übriges.
Um etwas in die Gänge zu kommen und nicht untätig rumzustehen, beginn ich den Geschirrspüler auszuräumen, doch da schmeisst mich Jim aus der Küche. Er braucht die Küche morgens für sich. Damit ich nicht im Weg rumstehe, aber was tun kann, bekomm ich die Hundeleine und darf mit Sox Gassi gehen. So früh am Morgen ist die Gefahr gegeben, das wir Hirschen begegnen, auch im Dorf, deswegen die Leine.

Wer geht da eigentlich mit wem Gassi? Für eine ältere Hundedame, die ab und an Probleme mit der Hüfte hat, ist Sox ganz schön flink unterwegs, wenn sie nicht grade ihre "Zeitung" liest. Für den Anfang geht es die Strasse runter zum anderen Ende von Glasnakille.
Wenn die Schafe Rowan Cottage passieren, rennen sie immer vorbei wegen Sox. Als ich morgens unterwegs war, rannten die Schafe vor mir weg. Wieso bleiben die Schafe aber liegen, wenn ich zusammen mit Sox die Strasse langlaufe? Kurz vor der Wendestelle lass ich Sox dann doch von der Leine. Ich kann die Gegend überblicken und kein Hirsch zu sehen. Da schiesst der Hund plötzlich los. Ich habe die Kaninchen vergessen, aber zum Glück ist Sox zu behäbig um über den Zaun zu springen. Das Hoppelvieh war eh zu weit weg. Die Leine ist aber ganz schnell wieder dran.

Als wir umdrehen und wieder zurücklaufen, rennt ein Hirsch über die Strasse. Sox reagiert nicht so eifrig wie beim Kaninchen, schnüffelt danach nur ausgiebig.
Ich lass sie, der Morgen ist herrlich sonnig, die Luft ist klar, es ist ruhig. Perfekt für einen langen, aber leichten Spaziergang und überhaupt für einen Tag der Erholung. Heute stehen keine Wanderungen an, mal schauen was der Tag bringt. Nach dem Frühstück (wie bekommt Jim das Porridge nur so cremig hin?), noch schnell die Besprechung vorbereiten, Netbook einpacken und doch eine kleine Wanderung machen und die drei Kilometer nach Elgol laufen. Macht bei diesem Wetterchen richtig Spass, zumal ich ja auch jede Menge Zeit habe. Heute ist das Wetter für einen Ausflug auf dem Wasser noch besser als gestern. Nicht das kleinste Lüftchen weht und nur wenige Schleierwolken zieren den blauen Himmel. Die Sonnencreme sollte man allerdings nicht vergessen.

Während meiner Lauferei werd ich von einem schwarzen PickUp überholt, kommt mir entgegen bevor ich in Elgol bin und fährt auch wieder an mir vorbei.

Am Kindergarten nochmal anhalten und mit Audrey für heute abend zum Backen verabreden. Leider nur mit einem ihrer Mädchen, ihr ältere Tochter ist in Portree. Sie kommt im Herbst zur Highschool. Das bedeutet, das die Kinder unter der Woche in Portree bleiben und dort in einem Wohnheim leben. Und am heutigen Abend startet der Probelauf, damit die Kinder das mal kennenlernen. 

Nach dem letzten Sommerurlaub hatte ich zwei kleine Fotobüchlein über die Ausflüge mit dem AquaXplorer nach Canna und der Bella Jane nach Loch Coruisk gebastelt. Die liegen jetzt im Office von Bella Jane Boat Trips aus. Erstmal nur als Anschauungsexemplare. Aber sie sind wohl so beliebt, das man sie schon kaufen wollte. Um das in Gang zu bringen, ist das Treffen mit dem Besitzer notwendig und endlich finden wir auch zusammen, David hat heute vormittag Zeit. Vermutlich liegt es am Wochentag, es ist Mittwoch, das trotz des besten Wetters nicht viel los ist. Die Leute, die den Tag optimal nutzen wollen, sind schon mit den ersten Booten los.

Nur weil ich heute nicht gross laufen wollte, bin ich nicht auch auf ein Boot. Mmh, dabei kann man doch auch einfach nur rüber zur anderen Seite und gleich wieder zurück. Aber dafür bin ich dann doch zu unruhig. Dabei ist das Wasser so schön klar und ruhig, Sonnencreme hätt ich auch dabei.

Nein, ich stiefel hoch zum zweiten Coffee-Shop und teste mal "Cuillin View". Die Sonne knallt so sehr vom Himmel, das ich gern drinnen sitze und die Kühle geniesse. Der Laden ist leer, ich bin der einzige Gast und studier erstmal die Karte. Es gibt einiges an Kaffee und Tee. Aber keinen Kuchen, dafür Scones. Ich entscheid mich für Cheddar mit Red Onion. Wenig später bekomm ich einen warmen Scone serviert und dazu ein Stück salziges Butter sowie ungefragt einen Krug kühles Wasser. Ein einfaches, aber leckeres Mittagessen. Der Name vom Cafe passt nicht so recht. Die Cuillins kann man nicht sehen, sondern die Small Isles.

Als ich die Strasse betrete, kommt grad der Bus an und hält am oberen Parkplatz. Na wenn das kein Zeichen ist, der Bus fährt nämlich nach Glasnakille. Ich habe ihn schon so oft gesehen, aber die zwei Mal wo ich ihn gern genutzt hätte, hatte ich ihn verpasst.
Die Fahrt von Elgol nach Glasnakille kostet 1,20Pfund (keine 2 Meilen), Broadford nach Glasnakille (17Meilen) kostet hingegen "nur" 3,40Pfund.

Wieder in Glasnakille sitzen Audrey, Christine und Jim im Garten und geniessen die Sonne, während Sox halb erledigt Schatten unter der Bank sucht. Es ist wirklich warm.
Es grad mal kurz nach Mittagszeit, sonnenbaden ist nicht meines, also brech ich doch zu einem Spaziergang auf. Einmal nach Kilmarie, soll ein sehr schöner Spaziergang sein. Sonnencreme auftragen, Zeckenschutzmittel auch, Sonnenbrille auf, Kamera und Wasser in den kleinen Rucksack und auf.

Das kurze Stück zum Ende der Strasse, da kommt nur noch die Zufahrt zu Audreys und der Wendeplatz an dem auch das Haus vom Postboten steht. Der Weg wird dann zu einer Zufahrt für Trecker, abgetrennt durch ein Gatter. Beim nächsten Gatter wird der Weg etwas schmaler und steiniger. Mittlerweile läuft man durch eine Art Wald. Es ist schattig und angenehm kühl. Sobald man eine kleine Steigung hinter sich hat, ist der Treckerweg fast überwachsen und man streift an Gras und Farn entlang, die Sicht öffnet sich. Nach einigen Metern ist man am Rande von Drinan, eine Streusiedlung. Drinan 1 ist ein Ferienhäuschen und kann gemietet werden. Dessen Zufahrt, auf der man jetzt läuft ist wieder durch ein Gatter von der (noch) unbestigten Strasse getrennt. Loch Slapin und Loch Eishort glitzern im Sonnenlicht, Insekten umschwirren einen, Vögel zwitschern.



Als ich die befestigte Strasse erreiche und weiter zu einer Zufahrt laufe, werd ich zum Halten aufgefordert von einer Frau, die neben einem Auto steht, was dort parkt. Ein schneller Blick erfasst die Situation und ich warte brav abseits und lenke meinen Blick Richtung Loch Eishort. Seh dort die Felsen und Strände wo gestern langgepaddelt wurden ist. Mach ein paar Fotos, bis ich das Ok bekomme weiterzulaufen.

Am Heck des Autos klebt das Zeichen eines Rollstuhls. Auf den ist wohl der Beifahrer angewiesen und der war grad mit Toilette und/oder Umziehen beschäftigt. Die beiden sind Franzosen, aber Smalltalk auf englisch ist zumindest mit der Frau möglich. Sie hat mit einem Fernglas Loch Slapin beobachtet und dort Strukturen gesehen, die sie nicht einordnen konnte. Obwohl wir einiges vom Wasser entfernt sind, kann ich sehen was sie meint. Das Wasser ist unglaublich klar, was aus dieser Entfernung noch viel mehr auffällt als wenn man im Kayak sitzt. Dunkle, scharf abgrenzte Objekte bewegen sich durch das Wasser. Doch für Delphine oder Wale zu unförmig und auch zu gross. Es sind Makrelenschwärme. Sie scheinen bei den Möwen jedoch nicht auf der Speisekarte zu stehen, denn sie bleiben unbehelligt.

Ich lauf weiter den Track lang und erst an einem Stein der mit "Path" markiert wird, verlass ich diesen. Jetzt ist der Weg wirklich unbefestigt und für einige Meter geht es über geschlossene Grasfläche bis es wieder einen Pfad gibt. Heute spricht nichts gegen meine Schuhwahl: offene Sandalen. Ich wollte ja auch nicht wandern gehen, sondern nur einen einfachen Spaziergang, weswegen ich auch Jeans und T-Shirt trage und keine Wanderhose und Funktionsshirt.

An einer ausgetrockneten Schlammpfütze vorbei und ich bin wieder auf einer Teerstrasse. Ich habe Kilmarie erreicht. Ganz schön weitläufig. Bis ich Elgol Road erreiche komm ich am alten Friedhof vorbei. Den muss ich natürlich auch noch heimsuchen. Und danach die Beine nach Zecken absuchen, weil das Gras hoch ist und man schön entlangstreift.
Weiter folgt die Strasse dem kleinen Flüsschen über dessen Brücke man fährt und die eine Engstelle darstellt, weil das Brückengeländer gemauert ist und durch den Baumbestand es auch etwas dunkel wirkt. Wer da von Broadford kommend den Berg runterdüst, ist geneigt stark herunterzubremsen, wenn man das erste Mal die Brücke passiert. Gleich hinter der Brücke geht dann eine Strasse ab. Diese Strasse komm ich jetzt lang. Vorher noch an einer Wiese mit Obstbäumen vorbei, die gerade mit Pflanzenschutzmitteln besprüht werden. Derjenige der das Zeug versprüht ist in voller Schutzmontur unterwegs. Bei den sehr warmen Temperaturen alles andere als angenehm.

An der Brücke dann nach links um zum Parkplatz zu laufen. Entweder ich bekomm von da einen Lift nach Elgol in den nächsten 30min oder ich lauf den Weg nach Glasnakille zurück, den ich grad gekommen bin. Bis hier waren es ja "nur" 6km und knapp 1,5Stunden Spaziergang.
Sobald man aus der kleinen Senke bei der Brücke heraus ist, hat man schon die Strasse im Blick, so sieht man jedes Auto sobald es oben bei der Schmiede ist und weiter Richtung Elgol fährt. So kann ich das Lauftempo zum Parkplatz entsprechend anpassen. ZWischen Brücke und Parkplatz ist es zu unübersichtlich um ein Auto anzuhalten.

Perfektes Timing, da kommt ein Auto und es hält sogar. Ein Van und ich darf hinten einsteigen, muss nur einen Kindersitz beiseite räumen, davon sind drei auf der Rückbank, zwei Sitzerhöhungen und ein richtiger Kindersitz, der ist aber besetzt.
Ich werd gefragt wo ich hin will, wo ich grad herkomm und wo meine Unterkunft ist. Und schon weiss die Fahrerin wer ich bin. "Ah, you are the german lady with parcel with all the baking stuff". Parcel? Baking Stuff? Oh, sie ist eine Freundin von Audrey.  Für mich geht es nur nach Elgol, denn die Fahrerin muss noch ihr Kinder (oder zwei?) von der Schule abholen.

Elgol ist doch super, entweder ich lauf die drei Kilometer oder es gibt einen Lift. Bei dem Wetter ist es mir egal, Zeit drängt auch nicht und die Füsse sind noch fit (naja, vielleicht etwas müde, aber mehr nicht, aber keine Beschwerden wie Blasen oder Schmerzen).
Von der Fahrerin bekomm ich auch bestätigt das meine Art die SingleTracks zu fahren richtig ist. Man fährt sie wie "normale" zweispurige Strassen, nur vor den Stellen die man nicht einsehen kann wie Kuppen und Kurven, bremst man ab. Aber sonst kann und sollte man sie genauso schnell fahren wie jede andere Strasse auch.

Ich werd am Abzweig nach Glasnakille rausgelassen, doch bevor ich Elgol hinter mir lasse, kehr ich nochmal im Elgol Shop ein. Bei dem strahlende Sommerwetter macht ein Spaziergang mit einem superleckeren Softeis in der Hand doch so richtig Spass. Das Eis ist perfekt, eine feste, aber trotzdem cremige Konsistenz (es läuft nicht wässrig runter), schmeckt sahnig ohne schwer zu sein und nicht zu süss.

Ich lauf gemütlich zurück nach Glasnakille. Wieder überholt mich der schwarze Pickup und werd auch von dessen Fahrer freundlich gegrüsst als das Auto wieder nach Elgol zurückfährt. Ebenso als ich zur Seite trete um das Auto vorbeizulassen und wieder der schwarze Pickup passiert. Was geht denn hier ab?

In Rowan Cottage ist Christine mit Hausarbeit beschäftigt, hat sich aber das Bügelbrett in den Garten gestellt. Dann ist erstmal Kaffeezeit angesagt. Tee, Scones und Cracker. Irgendwann fällt auf, das jemand fehlt. Wo ist eigentlich Sox? Sie ist nicht im Garten, nicht in der Lounge auf dem Sofa, aber auch nicht im Anbau. Christine findet sie schliesslich. In meinem Bett. Sie war vor der Pause grade dabei, mein Zimmer (ja, ich bekomm wieder ein richtiges Zimmer) vorzubereiten. Ein Bett hatte sie schon bezogen und da lag Sox selig schlafend.

Am späten Nachmittag kommen Audrey und ihre jüngere Tochter Brooke rum. Wir beide werden heute abend backen.
Weil das Muffinblech zu gross ist, muss ich auf den Gasofen ausweichen. Na hoffentlich geht das gut. Es gibt keine Skala für die Temperatur, es ist auch kein Umluftofen. Die Wärme kommt von hinten unten. Jim hängt zwar ein Thermometer rein, aber das hilft nur bedingt.
Brooke bekommt den Rührpart. Sie kann zwar nur grade so in die Schüssel reinschauen, da die Arbeitsfläche zu hoch ist, aber sie macht das super mit den Rühren, gleichmässig und ausdauernd. Zuerst machen wir die Schoko-Muffins mit einer Frischkäsefüllung. Der Frischkäse wird zwar erst kritisch beäugt, aber als sie die gesüsste Füllung kostet wird sie für lecker befunden.

Muffins mit Füllung sind eine kleine Herausforderung, trotzdem füllt Brooke die Muffins allein in die Form, ich gib nur mündliche Hilfe und korriger nur ein ganz wenig, wenn es zu schief wird. Erst einen Löffel Teig in jedes Förmchen, dann die Füllung, je ein Teelöffel vorsichtig in die Mitte und dann wieder Teig oben rauf. Blech in den Ofen, was an Teig noch über ist, auf das zweite Blech verteilen und weil noch Füllung über ist, den zu unseren Gästen, als Audrey, Christine und Jim als Appetizer bringen.
Für die zweite Sorte wählt Brooke Smarties Muffins aus. Für den Mix von Milch und Butter bin ich zuständig und will mit dem Mixer ran. Ein Glück das Jim und Christine draussen sitzen und die Schweinerei nicht mitbekommen. Hatte ich die Butter sonst geschmolzen bevor sie zur Milch kam? Erstmal Arbeitsfläche, Boden und die Front vom Geschirrspüler von Milch und Butterflocken säubern. Der Mixer kommt wieder in den Schrank, es wird mit Löffel weitergerührt, das ist berechenbarer.
Ausser Smarties kommen noch Schokotropfen in den Teig (Brookes Entscheidung). Zwischenzeitlich sind die Schokoladenmuffins fertig. Raus aus dem Ofen und feststellen, das ein Gasherd wirklich ungleichmässig heizt. Die Muffins, die hinten standen sind etwas dunkel geworden.
Das Blech mit den Smartiesmuffins kommt jetzt in den Ofen und die fertigen Muffins werden schick auf einem Teller arrangiert und der kleinen Bäckerin übergeben, die damit stolz nach draussen marschiert und ohne Unfall auch die Treppe hoch zum Gartenhäuschen meistert wo die Erwachsenen sitzen.

Die Muffins sind ein grosser Erfolg. Die gemütliche Runde wird dann allerdings von Midges gestört. Wir flüchten nach drin und versammeln uns im Esszimmer. Dort gibt es dann die nächsten Muffins und zusätzlich noch ein paar Naschereien von Backzutaten anderer Muffinsorten. Die sind auch lecker. Bevor Audrey und Brooke wieder nach Hause gehen, singt Brooke noch zwei gälische Lieder vor. Diese lernen sie in der Schule. Sie haben aber kein Gälisch-Unterricht. Ihnen wird nur der Text beigebracht und gesagt worum es im Lied geht.

Zwischenzeitlich sind noch Gäste für Rowan Cottage eingetroffen. Eine Familie mit erwachsenen Sohn. Die Frau stammt aus den Staaten, ihr Mann ist Berliner, der Sohn studiert in Glasgow. Ein interessanter Mischmasch von englischen "Akzenten" fliegt durch den Raum als es an die Bestellung des Frühstücks geht. Sie spricht amerikanisches Englisch, der Sohn ein englisch ohne merklichen Akzent oder Dialekt und der Mann, ein holpriges Englisch. Sie versteht Deutsch sehr gut, spricht es aber kaum. Und ich switche wild hin und her, wie üblich wenn ich beide Sprachen im Ohr habe. Zumindest hat man die Schotten schon soweit bekommen, das Christine sofort weiss was mit Ei "sunny side up" gemeint ist. Sie korrigiert das auch nicht zu dem dafür üblichen britischen Begriff.

Frühstück ist geklärt, genauso das ich morgen früh, wenn ich wieder aus dem Bett fallen sollte, Sox aus dem Anbau (Rowan Berry) holen darf, um mit ihr auf die Morgenrunde zu gehen, denn Frühstück soll es nicht so früh geben, die Brandts (so heisst die Familie) wollen morgen mit einem Boot raus, es wird die Bella Jane sein, weil sie die grösste Flexibilität bietet, da reicht es aber um 10Uhr loszufahren.

Nach dem kleinen Zuckerschock durch die Muffins (es war nur einer von jeder Sorte) bin ich noch nicht müde und mach noch einen kleinen Abendspaziergang. Der ist so klein, das er mich dann doch bis zum Trigpoint führt, sind ja nur 2km bis dahin. Es kommt mir übrigens ein Auto entgegen, es ist ein schwarzer Pickup und wir grüssen uns grinsend.

Was mir jetzt erst auffällt: Genau vor einem Jahr stand ich das letzte Mal hier. Nur nicht allein. Damals waren noch Jim und ein niederländisches Ehepaar,Gäste von Rowan Cottage dabei. Ich bin auch nicht gelaufen wie heute, sondern mit Fahrrad gefahren. Heute war es wärmer als ein Jahr zuvor, trotzdem blieb ich nicht so lang. Viel frische Luft macht dann doch irgendwann müde.